CeresAward

Warum die Gesellschaft einen CeresAward braucht.

Mag man verschiedenen Statistiken glauben gibt der Durchschnittsdeutsche rund 10 % seines Einkommens für Nahrungsmittel aus. Diese werden auf verschiedenen Teilen unseres Globus angebaut, gemästet oder produziert und Dank eines internationalen Warenverkehrs sind sie fast weltweit verfügbar. Je nach Selbstversorgungsgrad werden mehr oder weniger Nahrungsmittel nach Deutschland importiert und zusammen mit der Eigenerzeugung bilden sich hieraus unsere Erzeugerpreise. Der Groß- und Einzelhandel, welcher als Händler zwischen Erzeuger und Verbraucher steht, diktiert häufig die Preise. Es gibt Lebensmittellabels von Discountern, von Produzenten, Ökoverbänden, vom Staat und noch von vielen mehr. Die Landwirte in diesem Land sind beeinflusst von einer gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Und weil die Agrarausgaben im europäischen Finanztopf am höchsten sind, mischen sich alle möglichen Leute der Politik und der Gesellschaft in diese Agrarpolitik ein.

Was ich damit zeigen will ist, dass die Landwirtschaft schon lange nicht mehr romantisch ist. Landwirtschaft ist ein Politikum geworden, in welchem es schwierig ist den richtigen Weg für sich und sein landwirtschaftliches Unternehmen herauszuarbeiten. Wir Landwirte stehen unter gesellschaftlichem, ökologischem und nicht zuletzt ökonomischem Druck. Wir Landwirte sind genauso Menschen wie der Rest der Gesellschaft auch. Wir lieben unseren Beruf, unsere Tiere und unsere Umwelt und ich bin davon überzeugt, dass der allergrößte Teil unseres Berufsstandes auch sehr verantwortungsbewusst damit umgeht. Gesellschaftlich gesehen ist diese Botschaft noch nicht ganz angekommen.

Und genau deshalb braucht es eine Veranstaltung, ein Ereignis wie den CeresAward! Hier wird die große Vielfalt der landwirtschaftlichen Produktion in Deutschland und darüber hinaus aufgezeigt. In 11 Kategorien können sich Landwirtinnen und Landwirte bewerben und die jeweilige Jury von ihrem Konzept überzeugen. Jeweils drei Bewerber in einer Kategorie treten dabei als Finalisten an um diese zu gewinnen. Die oder den Besten aus allen Kategorien gebührt der Titel „Landwirtin/Landwirt des Jahres“.

Allerdings soll es hier nicht in erster Linie um die Herausstellung einzelner Personen gehen, sondern darum einen Bezug zwischen Verbraucher und Landwirtschaft herzustellen indem wir der Landwirtschaft mit all ihren Facetten ein menschliches Gesicht verleihen. Wir Landwirte wollen die Gesellschaft von der Innovationskraft unserer Branche überzeugen und sie mitnehmen Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen.

Deshalb haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und uns beim CeresAward beworben, und sind großartiger-weise auch in die Runde der Finalisten eingezogen. So hatten wir bislang Besuch von den Juroren, einem Fototeam und einem Filmteam um für die Gala der Landwirtschaft bestens gerüstet zu sein und ganz nebenbei hatten wir jede Menge Spaß neue und interessante Menschen rund um die Landwirtschaft kennen zu lernen. Daher freuen wir uns sehr auf einen spannenden Abend bei der Preisverleihung in Berlin, bei der jeder der Lust hat auch eine Karte erwerben kann. (www.ceresaward.de) Und bedanken uns an der Stelle ganz herzlich beim Deutschen Landwirtschaftsverlag für die Initiierung und Durchführung einer großartigen Kampagne für Landwirtschaft und Gesellschaft. – Vielen Dank!

Georg Mayerhofer

Latest Comments

  1. ligoline sagt:

    Herzlichen Glückwunsch und weiter so. Ein tolles Engagement, dass zu Recht geehrt wurde 👍

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