Boden 3. Teil -Organische Substanz

Die organische Substanz in den Mineralböden besteht aus sämtlichen, in und auf dem Boden abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Stoffen sowie deren Umwandlungsprodukten. Lebende Organismen, das Edaphon, und auch lebende Wurzeln werden nicht zur organichen Substanz gezählt. Weil sich pflanzliche und tierische Ausgangsstoffe in verschiedenen Umwandlungsstadien, bis hin zu Huminstoffen befinden, ist die Zusammensetzung der organischen Substanz sehr heterogen. nach dem jeweiligen Umwandlungsstadium kann die organische Substan grundsätzlich in zwei wesentliche Gruppen eingeteilt werden:

  • Streustoffe:
    Tote Wurzeln und Bodenorganismen, abgestorbene Pflanzenteile und deren Bestandteile werden als Streustoffe bezeichnet. Hier sind die Gewebestukturen meistens noch zu erkennen.
  • Huminstoffe:
    Hochmolekulare Substanzen, deren Gewebestrukturen makroskopisch nicht mehr erkennbar sind, sie werden als Huminstoffe bezeichnet. Diese haben nur eine geringe Umsatzrate, d.h. sie sind gegen Mineralisation stabilisiert und verweilen somit sehr lange im Boden.

Gelangt nun die angesprochene Streu auf oder in den Boden bildet sie den Ausgangsstoff stabiler organischer Stoffe im Boden. Nach einer zunächst rasch auftretenden Mineralisierung erfolgt die Humifizierung der Streu mit langsam abnehmneder Geschwindigkeit. Dies ist ein mehrstufiger Prozess.
In der Literatur ist die Abbaustabilität verschiener Pflanzeninhaltssoffe fogendermaßen gegliedert: Zucker, Stärke, Proteine < Proteide < Pektine < Zellulose < Lignine < Wachse< Harze < Gerbstoffe.

Während des Abbaus der organischen Substanz kann der darin gebundene Kohlenstoff verschiedene Wege einschlagen, was als „Partitionierung“ bezeichnet wird. Fragmente der Streu, die auch als „Nährhumus“ bezeichnet wird, können in modifizierter Form in die stabile Fraktion übergehen. Dies wird vorallem für schwer abbaubare Stoffe wie das Lignin angenommen. Die Wirkungsweise des Nährhumus sowie des Dauerhumus, wie die Huminstoffe bezeichnet werden können, soll folgende Abbildung erläutern.

Humus.png

Durch die durchschnittliche Kohlenstoffbindung von ca. 50% stellt der Dauerhumus ein enormes globales Kohlenstoffreservoir dar und wird wegen der CO2-Bindefähigkeit auch in Zukunft eher an Bedeutung gewinnen als verlieren. Auderdem ist Dauerhumus hinsichtlich der Bodenfunktionen Mineralstoffspeicherung, Wasserspreicherung und des Wärmehaushalts eine wichtige Größe, welche die Bodenfuchtbarkeit beeinflusst. Also webenso wichtig für die langfristig nachhalite Entwicklung ist der Nährhumus zu betrachten. Er stellt initial die Grundlage für die Bildung von Dauerhumus dar. Zudem ist er Nahrungsquelle für Bodenorganismen. Durch den Um- und Abbau der zugeführten Streu kommt es zu „Lebendverbauung“ von Mikroorganismen, die damit die Bodenpartikel verkleben und zu einer höheren Aggragatstabilität beitragen (Ton-Humus-Komplexe). Außerdem erhöht sich die Wasserinfiltration, womit Erosion begrenzt wird. Durch die angeregte mikrobielle Aktivität erlangt der Boden eine phytosanitäre Wirkung und pathogene Keime können schneller abgebaut werden.

Bestimmt wird der Gehalt der organischen Substanz im Boden zum einen von den natürlichen Standortbedingungen, zum anderen ist er von der Art der Landnutzung abhängig. Letztere wird damit maßgeblich vom Eintrag organischer Substanz, beziehungsweise von der Reduktion des Eintrages organischer Substanz bestimmt.

Wie das genau funktionier erfahrt Ihr beim nächsten Mal!

Viele Grüße.

Georg Mayerhofer

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